Umbau Hödl-Modelle GT6N
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1. Fahrwerkumbau auf Varioantrieb |
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Als komplexes Thema erwies sich die Optimierung der im Original ursprünglich von AEG entwickelten und von Hödl als H0-Modell aufgelegten Niederflurwagen. Nachfolgend ist der letzte Umbauzustand dokumentiert.
Der Mittelwagen erhielt einen neuen Fahrwerkskörper, der nur durch Einpressen mit den Standard-Anschlüssen von Hödl verbunden ist. Das erhabene Mittelteil besitzt einen Ausschnitt passend für den Varioantrieb der österreichischen Firma Halling. Dieser wird - für Zweiachsoldtimer konzipiert - eingeklipst und nur an vier Stellen durch beidseitige kleine Rastnasen gehalten.
Die Hödl-Radsätze wurden ausnahmslos durch Roco-Räder ersetzt, seitdem gibt es keine Entgleisungen mehr auf Weichenanlagen. Das scheint am geringfügig anderen Radsatzprofil zu liegen
Eine weitere mechanisch etwas unaufwändigere Maßnahme ist den Block des Varioantriebs in die bestehende Bodenplatte einzulassen. Hierzu ist ein passender Ausschnitt so zu schneiden, dass der Block von unten einerseits durchreicht, andererseits an den vorgesehenen Rasten gehalten wird. Glücklicherweise besitzt die Bodenplatte des Modells genau die richtige Dicke für diese Halterung.
Der Antrieb sitzt in dieser Bauform allerdings etwas zu tief, weshalb die Radscheiben des Lieferzustandes durch kleinere aus dem Haus LH getauscht werden sollten. Die erhabene Ritzelabdeckung auf der Unterseits wird danach allerdings für das sichere Überfahren von Weichen abgeschliffen werden müssen.
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2. Umbaufahrwerk mit zwei Antriebsdrehgestellen |
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In der Betriebspraxis hat sich gezeigt, daß gerade bei Steigungsfahrten der Antrieb auf die mittleren beiden Achsen nicht immer für eine ausgewogene Fahrweise ausreicht. Wünschenswert war dabei ein weiteres angetriebenes Gestell, was in der konzeption mit Varioantrieb wegen dem nicht drehbaren Fahrwerk nicht möglich ist.
Daher entstand die Idee, das Fahrwerksprinzip von der Achsfolge 2'B2' mit mittlerem Antrieb auf eine Achsfolge B'2B' mit Antrieb auf die beiden Endgestelle umzuändern.
Grundlage für den Umbau waren zwei Antriebsdrehgestelle von LH mit passenden Endbodenplatten, die mechanisch für den konkreten Einsatz verkürzt wurden und mit der originalen Bodenplatte mit den neuen dafür passenden Aussparungen verklebt wurden. Für die richtige Höhenlage mußten die schwarzen LH-Fahrwerksbodenteile um etwa 1 mm auf der Unterseite reduziert werden, damit der Drehgestellhalter um dieses Maß weiter nach unten fixiert wird.
Das Mittelteil und die Gelenkkonstruktion blieben im Originalzustand, lediglich Metallachsen wurden beim Laufdrehgestell aufgezogen und eben dieses Gestell gegen Eindrehen gesichert, übernimmt es jetzt doch die Sicherstellung des geraden Wagenkastenlaufs. Die Faltenbälge bewirken keine nennenswerte Rückstellkraft, es handelt sich um Papierausführungen mit sehr geringen Federkräften.
Nachdem nun zwei Antriebsgestelle in beiden Endwagenteilen vorhanden sind, gibt es auch zwei Antriebsmotoren. Der LH-Standardmotor passt wegen der Einbaumaße hier nicht - er würde um mehrere Millimeter in den Gelenkbereich ragen und kollidiert in der Breite auch noch mit den beidseitigen Steckzapfen des Wagenkastens.
Für das erste Umbauprojekt wurde mit entsprechenden Erfahrungen aus dem N-Modellbau auf die kleinen Motoren von X-Train zurückgegriffen, die auch im Langzeitverhalten als ausgewogen und betriebssicher zu betrachten sind. Kraftübertragung verblieb beim originalen LH-Kardan, die Motoren bekamen mit Adapterhülsen wegen des kleineren Motorwellendurchmessers entsprechende Kardanschalen aufgedrückt.
Mit nur leichter Gewichtsbeschwerung mit unter dem Dach eingeklebten Gewichtsplatten in allen drei Wagenteilen hat sich die Fahreigenschaft merklich verbessert, die Steigungsfähigkeit ist selbst mit nur einer besetzten Haftreifenachse mittlerweile als gut zu bezeichnen, ganz wie man es von aktuellen LH-Serienmodellen kennt.
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