Entlacken
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Die alte Farbe muss runter ... |
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Es kann auch mal vorkommen, dass eine alte Lackierung für etwas neues Platz machen muss. Dann stellt sich die Frage, wie bekommt man am elegantesten Farbe und Beschriftung wieder herunter.
Früher war das einschlägige Mittel Bremsflüssigkeit aus dem Autobereich. Neben Geruchsbelästigung und Gesundheitsaspekten stellt heute Umweltverträglichkeit und Entsorgung ein größeres Problem dar.
Alternativ funktioniert das Entlacken auch mit Backofenreiniger aus dem Haushaltsbereich. Dabei darf es aber nicht ein "ökologisch grüner" sein, sondern die "normale" Ausführung mit den zwei orangen Warnrechtecken auf der Sprühdose. Dieser hat eine hier wünschenswerte Eigenschaft: er löst Lacke weitgehend aller Art an. Zwar dauert es eine Weile, bis der luftige Schaum in der Schale sich verflüssigt und damit einige Zeit, bis sich genügend Einweichflüssigkeit angesammelt hat, dafür geht das Entlacken hinterher beinahe von alleine.
Die Reiniger erzeugen bei der Anwendung Chlorgas, weshalb zumindest beim Einschäumen mit Vorsicht am offenen Fenster hantiert werden muss. Hinterher riecht es erträglich nach einer Haushaltsseife. Nur der Hautkontakt sollte auf ein absolutes Minimum beschränkt werden und möglichst rasch mit Wasser und Seife abgewaschen werden.
Beim ersten mal wurde anfangs ein Tiefkühlbeutel verwendet, die einfachere Handhabung und der angepasstere Reinigeranteil sprachen dafür. Leider wurden die Schweißnähte des Beutels nach etwa 6 Stunden ebenfalls beeinträchtigt, so dass sich langsam Reinigungsflüssigkeit außerhalb des Beutels ansammelte.
Die zu entlackenden Bauteile bleiben in dem Bad je nach Lackdichte etwa 1 Tag liegen, danach hat sich der Modellbaulack entweder bereits großflächig folienartig abgelöst oder läßt sich mit einer alten Zahnbürste gut abbürsten. Diese Erfahrung gab es bisher mit allen auf Kunstharz basierten Modellbaufarben unterschiedlicher Hersteller. Herstellerseitig bedruckte Modelle sind vereinzelt auf diese Weise schonend zu neutralisieren, das geht aber abhängig von der verwendeten Druckfarbe nicht bei allen Modellen.
Mit Kunststoffen und Metallen des Modells selber gab es mit dieser Methode bei mir noch keinerlei Probleme mit Materialangriffen. Es kann allerdings passieren, dass sich Klebestellen auf Kontaktkleberbasis (ältere Sekundenkleber) lösen. Die Teile lassen sich aber hinterher problemlos wieder mit der gleichen Klebemethode zusammenfügen.
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