Technische Details

 


Das Stellpult

 

Zentrales Bedienfeld ist ein fahrbarer Holzwagen. Alle Modulkabel laufen "sternförmig" hier zusammen. Im unteren Bereich sind die Transformatoren und in einem Einschubträger die Elektronikplatinen (Fahrstromaufbereitung) untergebracht. Die abgesetzte Drehregler sind in der Stellpultfläche integriert.

 

 

Das Stromsystem ist konventionell für Analogbetrieb ausgelegt.

 

Es gibt fünf Stromkreisabschnitte, davon ist der Tunnelbereich für eine zukünftige Automatiksteuerung vorbereitet. Ein entsprechendes funktionierendes System gab es auf der alten Anlage in den 1980er Jahren schon einmal und hatte sich prinzipiell bewährt. Für die geplante "neue" Elektronik ist der Platz für einen weiteren Platinen-Einschubträger freigehalten.

 

Das Stellpult ist aufklappbar, so sind im Servicefall alle Kabelverbindungen einfachst zugänglich. Auf der Unterseite sind alle Schalter und Taster sternförmig von Lötstützpunkten verlötet, ich habe dafür bewußt nur Litzenkabel und keine Drahtverbindung gewählt. Auch die Kabelfarben sind hauseigen normiert. Nach unten sind die Sub-D-Anschlußbuchsen geschraubt, von denen gehen dann die (grauen) Mehrfachkabel zu den jeweiligen Modulen.

 

Der Fahrstrom

 

Beide Fahrschienen sind elektrisch miteinander verbunden. Den Gegenpol bildet die voll funktionsfähige Oberleitung. Damit gibt es keinerlei Probleme mit eingleisigen Streckenabschnitten oder Wendeschleifen. Für Einrichtungswagen gilt, daß für Vorwärtsfahrt die Oberleitung den positiven Pol darstellt.

 

Zusätzlich sind in etlichen "echten" Zweirichtungswagen elektronische Fahrtrichtungsumschalter eingebaut. Diese ermöglichen es, auf der Anlage auch mit Stumpfendstelle Betrieb mit mehreren Fahrzeugen gleichzeitig durchzuführen, ohne ständig die Polarität der Streckenabschnitte umdrehen zu müssen. Die umgebauten Triebwagen sind unempfindlich gegenüber der Streckenpolarität und benötigen zum Fahrtrichtungswechsel eine definierte Überspannung in Höhe von ca. 26 V Wechselspannung wie beim Märklin-Wechselstromsystem.

 

Im Stellpult sind für beide gleichzeitig vorkommenden Betriebsarten Bedienelemente eingebaut. Neben dem Drehregler für die Geschwindigkeit (0 bis max) gibt es einen Umschalter für die Polarität auf der Strecke (Kippschalter) und einen nachgeschalteten Taster für die kurzzeitige Aufschaltung der Umschaltspannung (Kipptaster).

 

Die Oberleitungsübergänge

 

In den sichtbaren oberirdischen Abschnitten wird mittlerweile ausnahmslos Oberleitung des Fabrikats Sommerfeldt eingesetzt. Diese hat sich in der Praxis sehr bewährt.

 

Im unterirdischen Bereich ist abweichend davon eine Fahrschiene der Spur N an Rohr-Querträgern aus Messing verlötet angebracht. Neben der größeren Robustheit gegenüber filigranem Draht haben sich die Neusilberprofile auch in punkto Kontaktsicherheit bewährt.

 

Bedingt durch die Modulbauweise gibt es natürlich auch funktionsfähige Oberleitungsübergänge. Bei Oberflächenmodulen wird eine Standard-Oberleitungskette von Sommerfeldt eingesetzt. Hierfür sind die letzten Masten eines Moduls in einem festen definierten Abstand zum Modelrand gesetzt. Bei den unteren Modulen überlappen sich die Schienenprofile. Jeweils leicht nach rechts von der Gleismitte versetzt und etwas konisch angefeilt entstehen berührungslose, aber sehr funktionssichere Übergänge.

 

 

Im Bild ist ein Übergang zwischen Oberflächen- und Tunnelmodul zu sehen mit den ineinandergreifenden Oberleitungsprofilen und dem anschließend verlöteten Übergang zur Drahtoberleitung. Das große Holzprofil im Bild links ist eine der Eckauflageflächen für das (hier fehlende) obere Modul. Die Holzprofile mit dem Befestigungsprofil für die Oberleitung sind gut 1 mm kürzer. Das vermeidet ein Abreißen dieser "Masten" bei Verschiebung der oberen Platte.